Misereor setzt sich weltweit für menschenwürdige Lebensverhältnisse in Gebieten ein, die von Globalisierungseffekten, Klimakatastrophen und Konflikten betroffen sind. Die im September 2018 gestartete Kampagne Kohlestopp global!  setzt den deutschen Kohleausstieg in einen internationalen Kontext. Denn das Ende der Kohleförderung in Deutschland ist nicht gleichbedeutend mit dem Ende der Kohleverbrennung. Der massive Import von Kohle zur Kompensation der Schließung von Steinkohleminen veranlasst Misereor zu der Forderung nach einem „kompletten Ausstieg aus der Kohleverstromung und dem Ende aller Kohleimporte nach Deutschland“.

Die Kampagne übt Druck auf die Mitglieder der aktuell eingesetzten Kommission für Wachstum, Strukturwandlung und Beschäftigung (kurz: Kohlekommission) aus und gibt Wissen zum Kohleausstieg an die Bevölkerung weiter. wegewerk begleitet Misereor bei der Kampagne mit Konzeption, Maßnahmenplanung und Umsetzung.

Seite des Argumentariums mit Illustration von einem rauchendem Kohlekraftwerk

Ein Argumentarium bietet die Grundlage zusätzliche Blickwinkel auf die Debatte um den Kohleausstieg.

Eine Menschengruppe mit Demoplakaten und Riesen-Ballons in der Hand.

Fur öffentlichkeitswirksame Auftritte wurden unterschiedliche Aktionsmaterialien entworfen und produziert.

Bild mit mehrereren Ries-Ballons mit Kampgnenclaim.

Die Demonstrationsmaterialien fanden ihren Weg in die überregionale Berichterstattung.

9 schlagkräftige Argumente.

Um die Forderungen zu untermauern, haben wir gemeinsam mit Misereor ein Argumentarium für einen echten Kohleausstieg erarbeitet und gestaltet. Die neun Argumente für einen Komplettausstieg aus der Kohleindustrie widmen sich unter anderen den Themen:

  • Steuerprivilegien für Braunkohletagebaue und –kraftwerke,
  • Ausnahmeregelungen und Folgekosten der staatlichen Unterstützung,
  • dem Import von jährlich 50 Millionen Tonnen Steinkohle aus dem globalen Süden  zur Kompensation der Schließung von Steinkohleminen in Deutschland,
  • den menschenunwürdigen Bedingungen in den Abbaugebieten im globalen Süden.

Post für die Kohlekommission.

Daran anknüpfend wurde ein E-Card Tool in die bestehende Misereor-Website als iframe integriert, um die Mitglieder der Kohlekommission auf die Folgen einer inkonsequenten Kohle-Politik für Menschen und Klima aufmerksam zu machen. Das Tool ist auf der Kohlestopp global!-Landingpage über www.kohlestopp-global.de zu erreichen.

Die Kampagne wird die Arbeit der sogenannten Kohlemission begleiten, bis das Abschlusspapier vorliegt. Dafür wurden neben einer Plakatlinie auch Materialien für Demonstrationen und Straßenaktionen erstellt.