Mistral

Mit unserem Standard-LLM-Anbieter, der Mistral AI SAS arbeiten wir seit 2024. Mistral AI erstellt verschiedene Modelle für allgemeine Anfragen (Mistral Vibe, vormals LeChat), spezialisierte Modelle für die Softwareentwicklung (Devstral) sowie Expertenmodelle (Mixtral). Mistral AI hat seinen Hauptsitz in Frankreich und trainiert Modelle in Frankreich oder Schweden, was deren Carbon Footprint stark reduziert. Zwar haben US-Firmen (vor allem Microsoft) in Mistral AI investiert, eine Übernahme ist aber eher unwahrscheinlich, denn Compliance mit EU Regulierungen ist erklärter USP des Modellanbieters. Zu den Arbeitsbedingungen von Data Workers veröffentlicht Mistral AI bislang keine Informationen. Neben der Nutzung für Chatbot-Abos nutzen wir vor allem die im Vergleich sehr leistungsfähigen kleineren Open Rates Modelle zur energieeffizienten Erledigung von Text- und Bildanalysen.

Google

Ergänzend nutzen wir, vor allem als Unterstützung bei der Programmierung, seit 2026 Modelle von Google, die zu Alphabet Inc. gehören, einem börsennotierten Unternehmen mit Sitz in den USA. Eingesetzt werden Google-Modelle dort, wo die Qualität der Code-Generierung wichtiger ist als Carbon Footprint, digitale Souveränität und Nutzungskosten. Google ist gegenüber anderen KI-Anbietern  relativ transparent bei der Frage, wie KI betrieben wird. Der Konzern veröffentlicht seit 11 Jahren Nachhaltigkeitsberichte, auch zum Energiekonsum ihrer Hauptanwendungen und zu Erfolgen bei der Optimierung ihrer Ressourceneffizienz. Google betreibt eigene Rechenzentren, überwiegend mit Energien aus erneuerbaren oder CO2-armen Quellen und kompensiert verbleibende CO2-Emissionen zu 100% durch Klimaschutzprojekte. Den Arbeitsbedingungen von Data Workers schenkt Google leider weniger Aufwerksamkeit, die Co-Leiterin des Ethical AI research teams wurde 2020 entlassen, nachdem sie diskriminiernde Praktiken thematisierte. 

Anthropic

Ergänzend nutzen wir seit 2025 weiterhin Modelle der Anthropic PBC, einem (bislang) gemeinwohlorientierten Unternehmen mit Sitz in den USA. Eingesetzt werden Anthropic-Modelle dort, wo die Qualität des Wissensumfangs und der Sprachanalyse wichtiger sind als Carbon Footprint, digitale Souveränität und Nutzungskosten. Anthropic kommuniziert als USP neben der hohen Qualität ihrer Frontier Modelle auch ethische Standards bei der Frage, wie und wofür KI eingesetzt wird. Weniger relevant und transparent ist die Frage, wie KI betrieben wird. Bekannt ist, dass Anthropic keine eigenen Rechenzentren betreibt, sondern hierfür auch Rechenzentren von Google Amazon/AWS und xAI nutzt. Diese kompensieren ihre Emissionen teilweise, Google zu 100%, AWS zu 90%. Das laut Medienberichten von Anthropic aber für knapp die Hälfte der benötigten Leistung genutzte xAI Rechenzentrum Colossus 1 wird allerdings ohne Kompensation mit Gasturbinen, teils mit lokalem Strommix betrieben und ist für Verstöße gegen Umweltauflagen bekannt. Die Frontier Models von Anthropic zählen im Parameter-Umfang zu den größten. Eigenen Angaben zufolge seien sie durch den "Mixture of Experts"-Ansatz im Betrieb aber vergleichsweise energieeffizient, Daten die dies belegen könnten, veröffentlicht Anthropic aber nicht. Zu den Arbeitsbedingungen von Data Workers macht Anthropic keine Angaben. 

Adobe

Als Unterstützung bei der Genereirung von Vektorgrafiken verwenden wir Firefly, die generative KI-Suite von Adobe Inc., einem börsennotierten Unternehmen mit Hauptsitz in den USA. Das entscheidende Unterscheidungsmerkmal von Firefly sind die Trainingsdaten: Im Gegensatz zu den meisten Mitbewerbern hat Adobe seine Modelle ausschließlich mit lizenzierten Adobe Stock-Inhalten, offen lizenziertem Material und gemeinfreien Inhalten, deren Urheberrecht abgelaufen ist, trainiert, was rechtliche und ethische Risiken hinsichtlich der Herkunft des Trainingsmaterials erheblich reduziert. Adobe leitet zudem die Content Authenticity Initiative und bettet Content Credentials (Metadaten zur Herkunft) in die Firefly-Ergebnisse ein, sodass die Empfänger sehen können, welche KI verwendet wurde und wie sie eingesetzt wurde. Firefly läuft auf der AWS-Infrastruktur, die 90% ihrer CO-2 Emissionen kompensiert. Adobe selbst ist seit 2020 in seinen weltweiten Betrieben klimaneutral und hat sich das von der Science Based Target Initiative (SBTi) validierte Ziel gesetzt, bis 2050 entlang der gesamten Wertschöpfungskette Netto-Null zu erreichen; ihr Ziel von 100 % Strom aus erneuerbaren Energien, das ursprünglich bis 2025 erreicht werden sollte, ist jedoch nicht erreicht – laut dem jüngsten Bericht liegt der Anteil erneuerbarer Energien bei etwa 74 %. Adobe hat keine konkreten Informationen zu den Arbeitsbedingungen der Adobe-Stock-Mitwirkenden oder anderer Datenbearbeiter veröffentlicht, die an der Zusammenstellung des Trainingsmaterials für Firefly beteiligt sind.

Higgsfield

Für die Bearbeitung von Bildern und die Generierung Videos nutzen wir Higgsfield, ein US-amerikanisches Unternehmen. Higgsfield entwickelt eigene Video- und Bildmodelle, leitet Arbeitslasten jedoch auch über Modelle von Drittanbietern wie OpenAI, Google, Alibaba, ByteDance und Kuaishou weiter, deren ökologischer und sozialer Fußabdruck außerhalb der Kontrolle von Higgsfield liegen. Das private Unternehmen wird von Risikokapitalgebern finanziert. Im Hinblick auf die verantwortungsvolle Nutzung führte Higgsfield im Jahr 2026 ein „Similarity Scoring“-Tool ein, das noch bevor Inhalte generiert werden potenzielle Übereinstimmungen mit bekannten Personen, Prominenten oder Markenlogos kennzeichnet um damit Risiken im Zusammenhang mit Deepfakes und dem Missbrauch von Ähnlichkeiten entgegenzuwirken, die der Videogenerierung innewohnen. Higgsfield hat keine Informationen zur Energieversorgung oder zum CO₂-Fußabdruck seiner Recheninfrastruktur veröffentlicht, ebenso wenig wie zur Herkunft seiner Trainingsdaten oder zu den Arbeitsbedingungen der Datenmitarbeiter. Ein Großteil der eigenen Recheninfrastruktur wurde kürzlich aus Kostengründen auf die GMI Cloud migriert, die einen green-first Ansatz für sich in Anspruch nimmt

Black Forest Labs

Vor allem für die Bilderzeugung nutzen wir Modelle von Black Forest Labs, einem europäischen KI-Unternehmen mit Sitz in Freiburg, Deutschland. Das Unternehmen wurde 2024 von ehemaligen Forschern von Stability AI (den Entwicklern von Stable Diffusion) gegründet und entwickelt die FLUX-Familie von Bild- und zunehmend auch Videomodellen, die unter einem dualen Lizenzmodell (Open Weights/kommerziell) veröffentlicht werden. Black Forest Labs wird durch Risikokapital finanziert und zu den Geldgebern gehört unter anderem Andreessen Horowitz, die dafür bekannt sind, umstrittene Unternehmen zu unterstützen, zudem haben Marc Andreessen und Ben Horowitz seit 2024 in großem Stil privat für Pro-Trump-Zwecke gespendet. Allerdings hält kein einzelner Investor eine Mehrheitsbeteiligung, und es gibt keine Anzeichen für eine bevorstehende Übernahme. Das Unternehmen unterstützt den C2PA-Standard zur Herkunftsangabe von Inhalten und versieht generierte Bilder mit Metadaten, um deren KI-Ursprung zu kennzeichnen (wobei diese jedoch entfernt werden können). Black Forest Labs veröffentlicht keine Informationen über den ökologischen Fußabdruck des Trainings oder des Betriebs seiner Modelle, der Herkunft seiner Trainingsdaten oder der Arbeitsbedingungen der beteiligten Datenmitarbeiter. Auf ihrer Webiste erwähnen sie aber Microsoft Azure als Cloud Anbieter, der in Europa seit 2025 zu 100% Strom aus erneuerbaren Energeien nutzt und bis 2030 eine Zero-Waste Zertifizierung anstrebt.