„Ich bringe dich sicher ans Ziel – Und du nennst mich Wichser?“ Schon bei der ersten Konzeptskizze war uns klar: Drastischen Problemen muss man mit drastischen Aussagen begegnen. Unsere deutschlandweite Plakatkampagne spricht Betrachter*innen deshalb direkt an und konfrontiert sie mit schonungslosen Testimonials von Beschäftigten, die bereits Opfer von Gewalt am Arbeitsplatz geworden sind.

Doch bevor es zu dieser Kampagne kommen konnte, musste erst Grundlagenarbeit geleistet werden: Schließlich gibt es kaum Statistiken über Angriffe auf Beschäftigte im öffentlichen Dienst und dem privatisierten Sektor. In Zusammenarbeit mit dem DGB und dem uzbonn führten wir deshalb eine Befragung von mehr als 2.000 Beschäftigten durch, die schockierende Erkenntnisse zutage förderte.

Diese Zahlen und Informationen bereiteten wir für diverse Publikationen auf, darunter ein aufwändig gestaltetes Faktenbuch, das Journalist*innen und Multiplikator*innen umfassend informiert. Ausgestattet mit vielen weiteren Kampagnen-Goodies starteten wir die Kampagne mit einer großen Auftaktveranstaltung in Berlin.

In 22 Städten gingen anschließend hunderte unserer Citylight-Großplakate an den Start. Auf Facebook & Co. teilten Menschen nicht nur die von uns gestalteten Posts, sondern auch ihre Erfahrungen als Betroffene oder Zeug*innen. Kampagnenmotive und -Materialien wurden überall in Deutschland von Beschäftigten, Kommunen und Gewerkschaften adaptiert und auf kreative Weise genutzt.

Will man jüngere Zielgruppen erreichen, helfen aber nicht immer nur ernste Worte: Deshalb greift unser Filmspot zur Initiative das Thema auf absurd-humoristische Art und Weise auf: Im Spot ist der einsame Busfahrer Stefan auf der Suche nach Rat, weil er der letzte seiner Kolleg*innen ist, die noch nie angegriffen wurde.