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Mobile Webdesign:

Herausforderungen und Chancen

Ansicht Mobile Version der Webseite

Laut Gartner, Inc. werden 2013 die weltweiten Lieferungen von PCs für den Schreibtisch und auch von Notebooks um 11,2% gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Gleichzeitig steigt die Anzahl an verkauften Tablets um 53,4%. Dieser Trend führe dazu, dass sich bereits 2014 in etwa so viele Tablets (prognostiziert: ca. 263 Millionen) wie PCs (prognostiziert: ca. 282 Millionen) verkauft werden. Noch 2012 wurden dreimal mehr Desktopgeräte als Tablets verkauft .
Dies korrespondiert mit den Erkenntnissen der aktuellsten Ausgabe der AGOF Internet Facts, wonach bereits jetzt 47,7% der Deutschen „unterwegs“, davon ca. 33% „im öffentlichen Raum“ surfen.


Viele Zahlen, eine zentrale Erkenntnis:

Ein Fokuswechsel von Desktop-Endgeräten hin zu mobilen Endgeräten im Allgemeinen und zu Tablets im Speziellen ist unausweichlich.
Gemäß t3n zeigt eine Compuware-Studie aus dem letzten Jahr, dass 46% aller auf Tablets angewählten Webseiten aufgrund von Dysfunktionalität und fehlerhafter Darstellung kein zweites Mal aufgerufen werden. Neuste Erkenntnisse weisen zudem darauf hin, dass Anwender immer weniger Zeit auf einer Seite verbringen, das heißt entweder schnell das finden, was sie suchen, oder die Webseite verlassen.


Welche Folgen ergeben sich daraus für uns als Web-Designer?
Prinzipiell stehen drei Optionen im Raum, die dem neuen (Konsum)-Trend gerecht werden: Webseiten mit Responsive Design, Mobile Versionen der Website oder mobile Applikationen, die sich wiederum in Web Apps, Hybrid-Apps und native Apps unterscheiden lassen.


Welche dieser drei Optionen ist die beste?
Nicht zuletzt die kontrovers geführte Debatte zum Sinn und Unsinn von Responsive Webdesign (und dadurch das Für und Wider einer exklusive Nutzung von Apps und mobilen Seiten stattdessen) in einschlägigen Blogs zeigt, dass es keine allgemeingültige Antwort hierfür gibt.

Um sich dem Thema anzunähern, empfehlen wir zunächst einige Fragen zu ihrem Angebot zu klären:
• Wollen Sie Informationen oder Funktionen anbieten, die unterwegs von besonderem Interesse sind?
• Sollen diese Informationen oder Funktionen auch verfügbar sein, wenn das mobile Gerät keine Internetanbindung hat?
• Haben Sie einen hohen Anspruch an Design und User Experience, also an dynamische Effekte bei der Bedienung des Angebots?
• Fokussiert ihr Angebot auf eine bestimmte Transaktion (Call to Action)?


Soviel lässt sich sagen: Wenn Sie alle Fragen mit Nein beantworten können, ist ein Responsive Design vermutlich die beste Wahl. Damit kann ihr Internet-Angebot in identischer Form aber mit einem an die Bildschirmgröße angepassten Design ausgespielt werden.
Auch das lässt sich sagen: Responsive Design und die Mobile Version der Website sind Alternativen, da es sich um zwei Ansätze handelt, eine Aufgabe zu lösen. Die mobile Version ist vor allem dann gefragt, wenn die Seiten stark auf Transaktionen oder User Experience ausgerichtet sind, und ein Responsive Design, das es allen Nutzern recht machen will, hierfür zu viel Ballast mitschleppt.
Responsive Design wie auch die Mobile Version der Website sind aber offline nicht verfügbar. Ein Responsive Design kann daher auch in Kombination mit einer Mobilen App sinnvoll sein, die bestimmte Funktionen etwa für Nutzung von unterwegs aus bereitstellt. Die Kombinationsit einer Mobilen Version der Webe und einer Mobile App wäre theoretisch auch möglich, dürfte aber die Nutzer verwirren.


Unstrittig ist jedoch: Webauftritte, die heute auf mobilen Endgeräten weder in der einen noch in der anderen Form anständig abgebildet werden, sind bereits jetzt eine Zumutungen für Tablet und Smartphone-Nutzer und werden auf einen Dialog mit dieser stark wachsenden Nutzergruppe künftig verzichten können!

 

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Kommentare (1)

Was ist eigentlich mit SmartTV? Gibts dazu auch schon eine 4-Fragen Anleitung, inwieweit das zu berücksichtigen ist?

lyseri am Dienstag, 26.11.2013, 11:30

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