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Infratest Dimap Umfrage

Wer nutzt welche Nachrichtenportale?

Eine repräsentative Umfrage von Infratest dimap im Auftrag von wegewerk fördert Überraschendes zur Nutzung von Nachrichtenportalen im Internet zutage: Viele namhafte Internetangebote finden sich auf eher hinteren Plätzen. wegewerk wollte für die Entwicklung und Planung politischer Kampagnen in Erfahrung bringen, welche Onlineangebote die politisch interessierte Öffentlichkeit vorrangig nutzt.

01.08.2009, Berlin – wegewerk hat im Zuge der Entwicklung verschiedener Kampagnen in einer repräsentativen Umfrage von Infratest dimap erheben lassen, welche Internetangebote die politisch interessierte Öffentlichkeit nutzt, um sich über das aktuelle politische Geschehen zu informieren. Eine entscheidende Information, um diese Zielgruppe im Internet auch mit schlanken Mediabudgets gezielt adressieren zu können.

Im Gegensatz zu vergleichbaren Erhebungen wurden hierbei keine Antworten vorgegeben, sondern es wurde ungestützt gefragt. Damit sollte sichergestellt werden, dass die Antworten der Befragten nicht durch die Nennung bestimmter Internetangebote beeinflusst werden.

Überraschendes Ergebnis: Nur 2 bis 3 Prozent der Befragten nennen die bekannten Internetangebote von Financial Times Deutschland, Handelsblatt, Stern, Süddeutscher Zeitung oder Welt als häufig genutzte Quellen für aktuelle politische Nachrichten.

Als wichtigste Anlaufstelle für politische Nachrichten wurde von 19 Prozent der Befragten Spiegel Online (SPON) genannt. Nahezu gleichauf folgen mit jeweils 15 Prozent der Nennungen Google Deutschland sowie T-Online. Zu den bedeutenden Nachrichtenportalen zählen auch ARD.de/Tagesschau.de (9 Prozent) sowie ZDF.de/Heute.de (7 Prozent).

Mit jeweils 6 Prozent folgen N-TV.de, N24.de und WEB.de auf Platz fünf. Focus.de und Bild.de nehmen mit jeweils 5 Prozent Platz sechs ein, MSN.de, GMX.net, FAZ.net, AOL.de und RTL.de sind noch für jeweils 4 Prozent der Befragten von Interesse.

Aufschlussreich für die Planung politischer Kampagnen im Internet sind viele Ergebnisse vor allem bei detaillierter Betrachtung. So wird SPON signifikant häufiger von politisch Interessierten im Westen (22 Prozent) als im Osten (9 Prozent) genannt. Die politisch interessierten Nutzer von T-Online zeichnen sich häufig durch einen Haupt- bzw. Volksschulabschluss (24 Prozent) aus, wohingegen bei SPON überdurchschnittlich viele Befragte mit Abitur und Fachhochschulreife (37 Prozent) anzutreffen sind.
Auch hinsichtlich der Parteipräferenzen gibt es Unterschiede im Detail.

Bei T-Online finden sich überdurchschnittlich viele Anhänger von CDU/CSU (27 Prozent). Interessanterweise wird SPON auffällig häufig von Anhängern der Grünen und denen der FDP genannt (jeweils 23 Prozent). Bemerkenswert ist zudem, das ARD.de/Tagesschau.de (26 Prozent) und RTL.de (24 Prozent) auffallend häufig politisch Interessierte erreichen, die arbeitslos sind.

Insgesamt gibt die Umfrage im Auftrag von wegewerk wertvolle Hinweise für eine Aussteuerung gesellschaftspolitischer Kampagnen im Internet - gerade auch in Wahlkampfzeiten.

Frank Wernecke, geschäftsführender Gesellschafter von wegewerk und Auftraggeber der Studie, bemerkte hierzu: „Gerade bei begrenzten Mediabudgets gilt es zu entscheiden, ob zugunsten eines höheren Werbedrucks auf einem einzelnen Werbeträger auf eine breite Streuung verzichtet wird. Unter den Millionen Nutzern namhafter Internetangebote finden sich natürlich immer auch politisch Interessierte. Wichtig war es für uns deshalb, zu erfahren, auf welche Informationsangebote politisch Interessierte das größte Augenmerk richten, und ob sich dies nach Alter, Berufstätigkeit und Parteipräferenz unterscheidet. Mit diesem Wissen lassen sich auch schlanke Mediabudgets wirksam einsetzen. Hier kommt es nicht auf Kontaktzahlen oder die schiere Masse an Page Impressions an. Vielmehr gilt es, die Wahrnehmungsschwelle einer oftmals kleinen, aber entscheidenden Zielgruppe nachhaltig zu überspringen.“

Die genauen Fragen der Umfrage lauteten: „Nutzen Sie zumindest gelegentlich das Internet?“ Bei den 69 Prozent der Befragten, die dies mit „Ja“ beantworteten, wurde weiter gefragt: „Bei welcher Website informieren Sie sich am häufigsten über das aktuelle politische Geschehen, würden Sie mir das bitte sagen?“ Befragt wurden bundesweit insgesamt 1.000 Deutsche ab 18 Jahren.

 

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DIe kompletten Ergebnisse

Nutzung von Websites zur Information über politisches Geschehen.
Ergebnisse einer repräsentativen Erhebung - Tabellarische Übersichten. Eine Studie von Infratest dimap im Auftrag von wegewerk. (PDF, 139 KB)

Nachdruck - auch auszugsweise - unter Nennung von wegewerk als Quelle zulässig. Belegexemplar erbeten.